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eCampaigning – auf Wählerfang im Netz
Geschrieben von: Irina Schumacher   
Freitag, den 25. September 2009 um 00:20 Uhr
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2008_wahlen_symbol.gifVerstärkt wird im Wahlkampf viel Wert auf Onlinepräsenz gelegt. Wie gelingt es den deutschen Politikern die Wähler im Web zu überzeugen? Kann man in den Kommunikationsnetzwerken und mit Hilfe von Internet tatsächlich im Wahlkampf punkten? Ob die deutschen Wahlkampagnen ähnliche Erfolge mit ihren Online-Auftritten erzielen können, wie die amerikanischen sei dahingestellt. Dennoch ist es auf einigen Plattformen möglich, mit den Kandidaten und Abgeordneten direkt zu kommunizieren und persönliche Anliegen mitzuteilen.

Am Sonntag, den 27 September 2009, ist es nun soweit. Es finden die Bundestagswahlen 2009 statt, zu welchen insgesamt 62,2 Millionen Wahlberechtigte , darunter 3,5 Millionen Erstwähler, aufgerufen sind.

Welche Bilanz ist nun nach den letzten Wochen des Wahlkampfes zu ziehen? Was bleibt dem Wähler im Gedächtnis hängen und begleitet ihn auf den letzten Schritten zur Wahlkabine? Ist es letztendlich die „Dienstwagenaffäre" oder vielleicht die Harmonie des „Wahlkampf-Duetts" von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier im TV-Abendprogramm? Oder vielleicht ist es die Frage: Wie gerecht ist Deutschland?

Ist es den Parteien gelungen, ihren Wählern die politischen Inhalte zu vermitteln und junge Wähler - die Erstwähler - für Politik zu begeistern und sie somit zu animieren, sich am Sonntag die Zeit zu nehmen um zum Wahllokal zu gehen? Denn, immer noch ist die Anzahl der Nichtwähler , Ungültigwähler und der Politikverdrossenen, die sich verweigern ihre Stimme am Wahllokal abzugeben, sehr hoch. Dieser Umstand ist den Parteien bekannt. Deswegen wurden in diesem Wahlkampfjahr neben den altbekannten und bewährten Wahlkampfmethoden verstärkt neue Medien in die Wahlkampagnen integriert. Wie steht nun diese „Verjüngungskur" den Parteien?

Um auf Wählerfang zu gehen, wurde für die diesjährigen Wahlkampagnen nach dem amerikanischen Vorbild verstärkt das Netz genutzt. Was haben nun die Politiker getwittert, gechattet und gebloggt, um auf sich aufmerksam zu machen. Der Erfolg von Barack Obama bei den letzten Präsidentschaftswahlen in den USA wurde nicht zuletzt auf seine gelungene Online-Wahlkampagne zurückgeführt. Die historischen Ergebnisse bezüglich der Beteiligung amerikanischer Wähler im Internet und ihrer Spendenbereitschaft rückten das Internet verstärkt auch ins Blickfeld deutscher Politiker.

Unumstritten bleibt, dass das Internet eine bedeutende Rolle im Alltag junger Menschen spielt und um diese zu erreichen duellieren sich neuerdings die Vertreter diverser Parteien nicht nur im TV, sondern auch auf Facebook, YouTube, Twitter oder StudiVZ. Das Web gilt neben Fernsehen und Radio mittlerweile als eines der wichtigsten Informations- und Kommunikationsmittel. Die bedeutende Rolle des Internets für die Wahlentscheidung bestätigt eine Studie des Bundesverbandes der Informationswirtschaft, Telekommunikation und neuen Medien e.V. BITKOM zu E-Democracy, die im August dieses Jahres in Berlin vorgestellt wurde.

Bei einer näheren Betrachtung der Internetauftritte der Parteien im Web beschleicht allerdings den Web-Nutzer ein flaues Gefühl der Unübersichtlichkeit. Neben undurchsichtigen Plattformen, auf denen Meinungen nebeneinander stehen und kein wirklicher Dialog stattfindet, bleiben die Inhalte der Parteien oft unklar und schwer voneinander abgrenzbar. Ob die Erstwähler dadurch tatsächlich erreicht werden, muss kritisch betrachtet werden. Die Social Networks werden genutzt um Wahlkampf zu betreiben anstatt sich mit konkreten Fragen auseinanderzusetzen.

Wer mehr Transparenz und Verbindlichkeit sucht, wird im Web tatsächlich fündig. Einige Portale wie zum Beispiel abgeordentenwatch zielen konkret auf die Kommunikation zwischen Abgeordneten, KandidatInnen und BügerInnen. Hier können die WählerInnen KandidatInnen aus ihrem Wahlkreis finden und diese persönlich zu ihren Belangen befragen.

Interesssante Links:

Auf dieser Seite finden Sie weitere Informationen zur Internet-Wahlkampf-Studie.
http://www.zeit.de/online/2009/34/internet-wahlkampf-studie

Wie deutscher Online-Wahlkampf im internationalen Vergleich abschneidet können Sie in diesem Artikel nachlesen.
http://www.bpb.de/themen/VT3BTV,0,0,OnlineWahlkampf_international.html

Hier finden Sie einen Beitrag zur Wahlbeteiligung von benachteiligten Jugendlichen.
http://www.fluter.de/de/82/thema/7893/?tpl=162

Wie Prominente zur Wahl aufrufen können Sie hier nachlesen.
http://www.bpb.de/themen/
49OQO6,0,PromiLockrufe_zur_Bundestagswahl_2009.html

 
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