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Freiheit ist eine der wesentlichsten Grundlagen unserer
Demokratie. Die Memminger haben einen besonderen Bezug zur Freiheit. Memminger Bauern haben 1525 mit den 12 Artikeln erstmals „von unten“
grundlegende Freiheitsrechte für
Menschen eingefordert. Um die Bedeutsamkeit dieses Forderungskatalogs für die europäische Geschichte hervorzuheben, wurde im Jahr 2000 der Freiheitspreis
gestiftet. Am 20.03.2009 wurde er
zum zweiten mal verliehen. Aus diesem Grund haben Memminger Schulen die Thematik „Freiheit“ sowohl
methodisch als auch inhaltlich in vielfältiger Weise aufgegriffen und in verschiedenen
Fächern bearbeitet. Vielfach wurde die Auseinandersetzung mit dem Thema
Freiheit fächerübergreifend in größeren Aktionen und Projekten umgesetzt.
„Freiheit und Menschenrechte“ - Feierliche Veranstaltung der Sebastian–Lotzer-Schule von allen Jahrgangsstufen vorbereitet
Am 18.03.09 fand in der Sebastian - Lotzer-
Realschule anlässlich der Verleihung des Freiheitspreises eine Veranstaltung
zum Thema „Freiheit und Menschenrechte“ statt. Schüler der verschiedenen Klassenstufen setzten sich bei der Vorbereitung der Veranstaltung
auf sehr kreative Weise und aus der Perspektive unterschiedlicher Fachbereiche
mit dem Thema Freiheit auseinander.
Menschenrechte im antiken Griechenland
Im Rahmen des Geschichtsunterrichts der 6.Klassen griffen
die 6. Klassen das Thema Freiheit und Menschenrechte im antiken Griechenland auf. Aufgabe der Schüler war es, herauszufinden wie und wo dem Einzelnen von der „griechischen
Verfassung“ Freiheitsrechte zugestanden wurden und wie die Griechen ihre Freiheit
auch gegenüber der persischen Übermacht verteidigten.
Dabei erstellten die Schüler Plakate zum Regierungssystem der Griechen,
zur Volksversammlung, zur sozialen Schichtung Griechenlands und zum
Freiheitskampf der Griechen gegen die Perser. Außerdem entstanden Rätsel zum
Thema, die von den Besuchern der
Ausstellung gelöst werden sollten.
Dabei wurde den Schülern verdeutlicht, welch hohen Stellenwert die
„Freiheit“ für die Griechen hatte.
„Illusionsräume“ zum Thema Freiheit
Die Schüler der 8. Klassen versuchten ihre Vorstellung von Freiheit in
dreidimensionalen Werken zu fassen. Als „Illusionsräume“ wurden kleine Welten
in Schuhkartongröße in Kunsterziehung aus den unterschiedlichsten Materialien
wie gemalten Bildern, Collagen, Gips und
Fundstücken gebaut. Freiheit wurde auf kleinstem Raum eingefangen.
Gedanken zu einen abstrakten Begriff wurden bildlich dargestellt.
Freiheit braucht Grenzen
Im Religionsunterricht haben sich die Schüler mit dem Thema Freiheit
und zehn Gebote beschäftigt. Es wurde dabei deutlich, dass Freiheit immer auch
Grenzen braucht. Nur wer Regeln anerkennt und beachtet, ist wirklich frei. Die
Schüler malten Bilder zu den 10 Geboten – auf heute übertragen - und
gestalteten daraus groß das Wort „FREIHEIT“.
Junge Reporter präsentieren
Ergebnisse ihrer Recherchen und Interviews
Die Schüler bildeten kleine Redaktionsteams und erhielten die Aufgabe,
eine Reportage über die Verleihung des „Memminger Freiheitspreises“ zu
verfassen. Die notwendigen historischen Hintergrundinformationen zu den Zwölf
Artikeln und zum Preisträger Reiner Kunze besorgten sich die Schüler aus dem
Internet und mittels Interviews mit Fachleuten, z.B. dem Dekan der Kirche Sankt
Martin und Geschichtslehrern. Außerdem wurden noch Passanten zur Preisvergabe
und zum Thema „Freiheit“ befragt. Die Reportagen wurden dann in der Schule
präsentiert.
Grundgesetz als Garant für Freiheit
Im Rahmen des Sozialkunde-Unterrichtes wurde das Thema „Freiheit“ in
Zusammenhang mit den Grundrechten in Deutschland bearbeitet. Die Artikel 1 bis
19 des Grundgesetzes wurden dabei von den Schülern in Bilder umgesetzt, um so
deren Inhalt graphisch vor Augen zu führen. Diese Bilder wurden dann Teil der
Ausstellung für die Öffentlichkeit.
Freiheit der Wissenschaft
Wissenschaft braucht Freiheit am Beispiel des Galileo Galilei!
Die Schüler fertigten in Gruppen
anschauliche Arbeiten zu den Punkten:
geozentrisches Weltbild, heliozentrisches
Weltbild, Lebenslauf des Galilei, Auseinandersetzung von Galilei und
katholischer Kirche, Inquisition.
Zusammen mit einer Sammlung von
Schülergedanken zu der Frage „Was ist Freiheit?“ wurden die Arbeiten
präsentiert.
Filmprojekt der AG Philosophie
Die Schüler der „AG Philosophie“ hatten erfahren, dass die
unterschiedlichsten Positionen zum Thema „Freiheit“ auftauchen. Die Eckpfeiler
des philosophischen Streites um die „Freiheit“ sollte mittels einer szenischen
Darbietung als Videosequenz festgehalten werden. Als Szene wurde eine
Unterrichtsstunde gewählt, die aus den Fugen gerät, weil sich jeder Schüler seine
Freiheit nimmt. Ein Schüler entledigt sich der Kleidung, ein anderer lässt sich
fesseln, ein weiterer verweigert das Sprechen. Dabei wurde deutlich, dass es
die Freiheit des Anderen zu wahren gilt.
Freiheit künstlerisch inszeniert
Die Choreographie zum Thema „Freiheit und Fliegen“ wurde durch die
Tanzgruppe gekonnt erarbeitet. Die Fesseln, die unser Leben beherrschen, wurden
dargestellt und schließlich in anmutiger Form abgestreift. Die Symbolik des
Tanzes wurde verstärkt durch eine düstere künstliche Mauer, an der
Schülergedanken zur Freiheit zu lesen waren. Dazu wurden Gedanken und Reime zur
Freiheit von Schülern der „AG Kreatives Schreiben“ vorgetragen.
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Die Sebastian-Lotzer-Realschule
macht damit ihrem Namen alle Ehre. Der Kürschner Lotzer gilt neben dem in Memmingen predigenden Zwingli-Schüler
und geistigem Mentor Christoph Schappler als Mitautor der 12 Artikel, die das Ergebnis
mehrerer Beratungsrunden der Bauernvertreter sind. In dem bedeutenden Schriftstück
wird beispielsweise die Abschaffung der Leibeigenschaft, ein angemessener
Pachtzins, die Freigabe der Gemeindewaldnutzung und die freie Wahl des Pfarrers
gefordert.
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Projektwoche in
der Lindenschule - Aktiv und verantwortungsvoll
lernen durch LehrenIn einer
Projektwoche werden im Rückgriff auf die Geschichte aktuelle Fragen zum Thema
Freiheit reflektiert und mittels moderner Medien und Ausdrucksformen
präsentiert. Durch die Wahl der Methode „Lernen durch Lehren“ erleben die
Schüler, dass Freiheit auch immer mit Verantwortungsübernahme zu tun hat.
Im Rahmen einer Projektwoche innerhalb der Schule wird das
Thema Luther, 12 Artikel, Bauernaufstand und Bauernkrieg in den 7. Klassen
lehrplanmäßig behandelt. Im Rahmen eines heimatkundlichen Bezuges wird eine Brücke
gebaut hin zum Freiheitspreis.
Aus diesem Unterricht heraus erstellen Schüler dieser
Klassen zusammen mit dem Lehrer Unterrichtsstunden für die 8., 9. und die 10.
Klassen der Schule. Diese Stunden werden dann von Schülern dort gehalten.
Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Begriff der Freiheit, einer
Diskussion mit einem Transfer in die heutige Zeit, auch hin zum Schriftsteller
und Preisträger Reiner Kunze.
Die Unterrichtsergebnisse werden an Schautafeln im Schulhaus
ausgestellt, ergänzt durch Zeichnungen aus dem Kunstunterricht. Moderne Formen
der Darstellung durch Jugendliche wie z.B. Graffiti finden besondere Beachtung. Außerdem wird eine
Präsentation der Ergebnisse und des ganzen Projektes auf CD erstellt.
Schüler der 7. Klassen lernen hierbei, Unterricht zu planen
bzw. sich selbst in ein Thema einzuarbeiten. Dies entspricht der Methode
„Lernen durch Lehren“ nach Jean Pol Martin und trägt besonders zur
Schüleraktivierung und zu selbständigem Lernen bei.
Am Freitag, dem 20. März 2009, dem Tag der Preisverleihung nahmen auch
Schüler und Lehrer der Lindenschule am Festakt in der Memminger Martinskirche
teil.
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Der Memminger Freiheitspreis 1525 wurde in einem Festakt zum zweiten mal am 20.03.2009 in der geschichtsträchtigen Martinskirche verliehen. Preisträger ist der Schriftsteller Rainer Kunze der 1977 aus der DDR ausgebürgert wurde, da er mit der Macht des Wortes das Regime herausgefordert hatte. Bundespräsident Horst Köhler hält die Laudatio auf den Schriftsteller
und hebt die Bedeutung der zwölf Bauernartikel für die Freiheitsgeschichte hervor. Oberbürgermeister Ivo Holzinger übereicht schließlich den Preis und bezeichnet die 12 Bauernartikel als erste europäische Charta der Freiheits- und Menschenrechte.
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Kinderrechte und Freiheit - Steinheimer Grundschule fragt nach Bedeutung, Möglichkeiten und Grenzen
Was bedeutet Freiheit?
Mit der ersten Klasse wurde behandelt was Freiheit allgemein und was die eigene persönliche Freiheit bedeutet.
Kinderrechte
Mit Kindern der 3. und 4. Klasse wurden Grenzen und Möglichkeiten der Kinderrechte bearbeitet. Eingegangen wurde darauf, dass Regeln sowohl wichtige Schutzfunktion haben können, aber auch sinnlose Einschränkung darstellen können.
Die 12 Bauernartikel
Die Schüler der 4. Klasse befassten sich mit der Lektüre "Als die Bauern von der Freiheit träumten"
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Von
Memminger Bauern wurden 1525 mit den 12 Artikeln erstmals „von unten“
grundlegende Freiheitsrechte für
Menschen eingefordert. Die Bauern, die auf Verhandlungen gesetzt hatten,
scheitern denn ihr Aufstand wird vom Adel brutal niedergeschlagen. Dennoch sind
die in diesem Schriftstück dargelegten Forderungen der Bauern ein bedeutender
Schritt hin zu der Überzeugung von der Universalität der Menschenrechte. Die Forderungen die die fünfzig Abgeordneten der Bauern aus dem
Allgäu, der Bodenseeregion und aus Baltringen formulierten, könnten im
Ansatz als Absicht einer unblutigen Revolution bezeichnet werden. Die
Versammlungen fanden im Memminger Kramerzunfthaus statt. Johannes Rau
bezeichnete daher das Kramerzunfthaus als "Paulskirche Memmingens".
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Diskussion zum Wandel
des Freiheitsdenkens mit Besuchern des Schulmuseums an der
Elsbethenschule

Der Freiheitspreis der Stadt Memmingen inspirierte eine
Gruppe von Lehrkräften der Elsbethenschule, das Thema Freiheit mit der
Geschichte ihrer Schule in Verbindung zu bringen. Am Samstag, 14. März
2009, konnten die Besucher im Vorraum
des Schulmuseums eine Präsentation bestaunen, die mit Texten und Bildern das
Thema darstellte. Viele der Besucher fühlten sich darüber hinaus in ihre
Schulzeit zurückversetzt und diskutierten untereinander angeregt über den
Wandel nicht nur des Freiheitsdenkens.
| Politische Bildung soll Menschen befähigen ihre politische Freiheit zu leben. |
Kolping setzt "Freiheit durch Bildung" in Szene - Jugendliche des Bildungszentrums Kolping führen ihr Stück auf dem Theaterplatz in Memmingen und auch im eigenen Haus auf.
Im Projekt „ Freiheit durch Bildung“ wurden die Freiheitsgedanken der Jugendlichen in einer Umfrage ermittelt und in kurze Rollenspiele verpackt.
Zu Beginn wurde über die Arbeit von Kolping
international und national informiert.
Die Dialoge der Rollenspiele waren kurz und auf den Punkt
gebracht. In Tücher eingewickelt kamen die Schlagwörter wie z. B. „Glaubensfreiheit" zu Tage und wurden von Jugendlichen aus verschiedenen
Maßnahmen dargestellt.
Zum Abschluss wurde das Publikum mit dem „Kolpingsong“ der extra zum Thema „Freiheit“ umgetextet wurde unterhalten.
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