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„Wer redet, sät - und wer zuhört, erntet" ist Jürgen Heckels
Devise, die sich über seine vierzigseitige Broschüre „Kommunizieren
lernen...Anregungen zur Selbsthilfe" durchzieht. Er gibt in 13 kurzen und
prägnanten Kapiteln Anregungen, um die so genannte kommunikative Kompetenz einzuüben. Kommunikative Kompetenz,
so Heckel, sei eine lebenslange Aufgabe; ein niemals endender Prozess der
Verbesserung, Bereicherung und Vergrößerung von Fähigkeiten.
Die Broschüre soll dem Leser/der Leserin helfen, bewusster auf die Entwicklung der
kommunikativen Fähigkeiten zu achten und motivieren, der Entwicklung dieser
Fähigkeiten systematisch Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei sieht Heckel die
Einübung im Handeln, das heißt, die andauernde korrigierende Interaktion mit
anderen, als das Wirksamste an.
Von den Kommunikationsmodellen bis
hin zur Selbsthilfegruppe Kommunikation – die Kapitel
Im ersten Teil der Broschüre stellt Jürgen Heckel das
Kommunikationsmodell „Die vier Seiten
einer Nachricht, der vierohrige Empfänger“
(nach Friedemann Schulz von Thun) vor. Dabei erhält der Leser/die Leserin ein
theoretisches Hintergrundwissen auf der einen Seite und Verbesserungsvorschläge
auf der anderen. Weiterhin erklärt Heckel das Erklärungsmodell „Landkarte“
sowie das Werte- und Entwicklungsquadrat. Auch hier steht das Einüben im
Handeln im Vordergrund, das heißt, Heckel gibt Anregungen, das jeweilige Modell
praktisch umzusetzen.
Nachdem sich der Autor mit der Frage „Wie offen kann ich sein“ beschäftigt, in
dem es um die selektive Authentizität geht, stellt er die sogenannte
Toleranzampel vor. Die Toleranzampel ist ein wichtiger Teil des Programmes
„Achtung + Toleranz“, das von Mitarbeitern des CAP (Centrum für angewandte
Politikforschung) entwickelt wurde. Es soll den Benutzern/innen der Toleranzampel
helfen, die eigenen Reaktionen besser einzuordnen und Konflikte friedlich
auszutragen. Aus diesem Grund ist die Toleranzampel Bestandteil der Broschüre
„Kommunizieren lernen…Anregungen zur Selbsthilfe“.
Im 7. Kapitel gibt Heckel 9 Tipps zur freien Rede. Die sehr anschaulichen Anregungen sind für alle geeignet, die in welcher Weise auch immer, vor Gruppen agieren.
In den nächsten Kapiteln beschäftgit sich der Autor mit der Vorbereitung von Reden, dem Feedback, der Moderation und der Podiumsdiskussion. Alle Anregungen sind sehr praxisbezogen und werden mit Schaubildern, die das Gesagte noch einmal zusammenfassen, hilfreich unterstützt.
"Die Lernhilfegruppe Kommunikation" heißt das 13. und letzte Kapitel. Hier beschreibt Heckel den Nutzen einer solchen Selbsthilfegruppe und gibt Anregungen zur Gründung, zu Regeln und zur Gruppenordnung einer solchen Hilfsgruppe.
Fazit
Jürgen Heckel gibt einen guten Überblick über verschiedene
Kommunikationsmodelle und Tipps unter anderem zur Moderation,
Podiumsdiskussionen und Vorbereitung von Referaten bzw. Reden.
Dabei erklärt er die Sachverhalte sehr einfach, ohne jedoch
zu vereinfachen. Der Autor gibt alle Fakten sehr präzise und kurz dar; es wird das wichtigste erwähnt bzw. erklärt.
Heckel selbst sagt über seine Broschüre, dass sie kein
Rezeptbuch sei, sondern ein vielseitiges Angebot einander ergänzender Bausteine
zwischenmenschlicher Kommunikation und dies ist ihm gelungen.
Die Broschüre ist für jeden geeignet, der vor Gruppen spricht, aber auch für jeden, der seine Kommunikation im Alltag verbessern möchte.
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