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Zu einem Expertengespräch zum Thema „Beteiligung von Jugendlichen"
trafen sich bereits im Juli die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, Jugendbeauftragte, Jugendräte und Vertreter der
Beteiligungsgremien des Landkreises. Eingeladen hatte hierzu das Landratsamt Augsburg
in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Jugendarbeit Nord/West. Als Referent war
Winfried Pletzer vom Bayerischen Jugendring zu Gast. Als weitere Experten
nahmen Bruno Höfer, Jugendbeauftragter des Marktes Meitingen, Tanja Neumayer,
ehemalige Vorsitzende des Jugendrats Ellgau und Verena Nittmann, Diplomandin an
der Universität Augsburg mit einer Arbeit zum Thema „Politische Partizipation
Jugendlicher im ländlichen Raum", teil.
Pletzer betonte
in seinem Einführungsreferat, wie groß die Bedeutung von
Mitwirkungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen für deren persönliche
Entwick-lung ist: „Junge Menschen müssen die Möglichkeit erhalten,
verantwortungsbewusst an politischen Entscheidungen in der Gemeinde
mitzuwirken. Nur so können sie politisches Engagement lernen und Verständnis
für Demokratie und Gemeinsinn entwickeln." Der Eindruck, viele Jugendliche
seien an einer Mitwirkungsmöglichkeit gar nicht interessiert oder wollten sich
nicht beteiligen, sei falsch, so Pletzer weiter. Dies bestätigte auch Verena
Nittmann, die im Rahmen ihrer Diplomarbeit viele Jugendliche im Landkreis
Augsburg zu diesem Thema
befragt hat: „Die meisten Jugendlichen möchten sich gerne aktiv am politischen
Geschehen in ihrer Gemeinde beteiligen. Wenn aber ihr Engagement nicht ernst
genommen und ihnen statt Respekt Widerstand entgegengebracht wird, geben sie
irgend-wann frustriert auf."
Welche Standards
bei einer Beteiligung von Jugendlichen beachtet werden sollten, zeigte Doris
Stuhlmiller, Kreisjugendpflegerin des Landkreises Augsburg, auf: „Es darf sich
nicht um eine Alibi-Beteiligung handeln, sondern sie muss Folgen haben. Die
Jugendlichen müssen wirklich etwas bewegen, verändern oder gestalten können und
die Ergebnisse müssen in einem überschaubaren Zeitraum umgesetzt werden. Dies
setzt Ernsthaftigkeit, Handlungsbereitschaft und Flexibilität von Seiten der
Politik und der Verwaltung voraus. Nur so können die auf beiden Seiten
gesetzten Ziele und Erwartungen erfüllt werden."
Dass sich die
Jugendlichen im Landkreis Augsburg in einem Großteil der Gemeinden viele
verschiedene Möglichkeiten haben, sich am politischen Geschehen zu beteiligen,
zeigt eine kürzlich durchgeführte Umfrage des Landratsamtes Augsburg bei den
Kommunalpolitikerinnen und Politikern im Landkreis: rund 70 Prozent der
Befragten gaben an, dass es in ihrem politischen Wirkungskreis
Mitwirkungsmöglichkeiten für Jugendliche gibt. Pletzer lobte den Landkreis
Augsburg und seine Gemeinden für ihre Offenheit gegenüber Jugendlichen und
appellierte an alle, die Jugendlichen auch künftig aktiv am politischen
Geschehen zu beteiligen: „Sprechen Sie nicht über die Jugendlichen, sondern
immer mit den Jugendlichen!"
Pressemitteilung Nr
150/08 des Landratsamts Augsburg vom 22.07.2008
Verfasst von:
Volker Ellerkmann, Pressesprecher
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Verena Nittmann
hat unter dem Titel „Politische Beteiligung Jugendlicher in der Gemeinde" eine
Broschüre erstellt, die Hintergründe, Vorschläge zur Umsetzung in der
Praxis und Formen und Methoden zum Thema vorstellt und erläutert.
Hier können Sie sie sich als PDF-Dokument herunterladen (298.29 Kb).
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