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Für eine gewisse Zeit engagieren sich
Studierende freiwillig in einer gemeinnützigen Einrichtung und
bekommen so Einblicke in andere soziale Realitäten. Der Kontakt mit
alten Menschen, Obdachlosen oder geistig behinderten Menschen ist
zugleich eine Herausforderung und Lernchance.
Bei diesem Engagement lernen
Studierende ihre Stärken und auch ihre Grenzen kennen, profitieren
von Begegnungen, bei denen Emotionalität, Herzlichkeit, Nähe und
Distanz – aber auch Betroffenheit und Leid eine große Rolle
spielen. Sie lernen andere Lebenssituationen kennen und setzen sich
dabei mit ihren Werten auseinander. Dies stärkt ihre emotionalen und
sozialen Kompetenzen.
Was verbirgt sich hinter Do it!?
2004 startete die Agentur mehrwert
gemeinsam mit der Würtembergischen Diakonie das Projekt mit dem
Ziel, das freiwillige Engagement von Studierenden anzuregen und zu
unterstützen und soziales Lernen im Studienbetrieb zu verankern.
Dabei hat man sich am US-amerikanischen
Ansatz des „Service Learning“ orientiert, wo freiwilliger Einsatz
in der Sozialarbeit von eigenen Lehrangeboten begleitet wird.
Konkret:
Studierende verlassen ihren Campus und
arbeiten im Umfang von 40 Stunden in unterschiedlichen sozialen
Einrichtungen mit, wo sie in direkten Kontakt mit der jeweiligen
Klientel kommen. Die Teilnehmenden verrichten z.B. leichte
Tätigkeiten in der Betreuung und Pflege von alten Menschen , helfen
ausländischen Kindern bei den Hausaufgaben oder unterstützen
Jugendliche bei der Bewerbung.
Die Agentur mehrwert bereitet die
Studierenden in einem Workshop gezielt auf ihren Einsatz vor. Dazu
gehört die Klärung der eigenen Erwartungen und Befürchtungen, aber
auch Sensibilisierungsübungen, mit deren Hilfe sich die Studierenden
auf die sie erwartenden Menschen und Situationen einstellen können.
Nutzen für die Studierenden und die
Hochschule
Do it! ist geeignet:
- auf ein Auslandssemester vorzubereiten
- und Verständnis für fremde
Lebenswelten zu entwickeln
Im Zeitraum von 2004 bis 2006 haben 300
Studierende Erfahrungen in sozialen Einrichtungen im Rahmen von Do
it! gemacht.
Die Robert-Bosch-Stiftung fördert die
Verbreitung des Do-it!-Lernkonzepts an mehreren Modellstandorten in
ganz Deutschland in den Jahren 2007 bis 2009.
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