|
Rund 70 Politische Bildner und
Bildnerinnen aus Schulen, Jugendverbände, Gedenkstätten, Institutionen
 |
Foto: Doerthe Winter
|
der Erwachsenenbildung,
und Universitäten brachten am 22. Juni 2010 beim dritten Netzwerkforum der
politischen Bildung in Bayern ihre Expertise ein. Im Dokumentationszentrum des Reichsparteitagsgeländes
Nürnberg wurden Herausforderungen für die politische Bildung aus
verschiedenen Perspektiven beleuchtet und durch verschiedene Methoden diskutiert
und weiterentwickelt.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam
durch die Kooperationspartner
des Netzwerks Politische Bildung Bayern, der Bayerischen
Landeszentrale für
politische Bildungarbeit, der Universität Augsbug sowie der Akademie
Führung & Kompetenz am CAP München organisiert. Miriam Apffelstaedt,
Projektleiterin des Netzwerks Politische
Bildung Bayern und Christian Fey, freier Mitarbeiter im Netzwerk, moderierten
den Tag.
Der erste Einstieg wurde durch
ein Gespräch geschaffen, das sich mit den aktuellen Herausforderungen
der
politischen Bildung auseinandersetzte. Carolin
Auner, Leiterin der
Jugendbildung im Caritas-Pirkheimer-Haus
Nürnberg sowie Dr. Siegfried
Schiele ,
ehemaliger Leiter der Landeszentrale
in Baden-Württemberg, formulieren provokante Thesen zu aktuellen
Herausforderungen der politischen Bildung. Neben dem Expertenwissen der
Referenten wurde, mit Rückgriff auf die Methode des Fishbowl, auf die
Expertise
des Plenums zurückgegriffen. Jeder der sich einbringen, nachfragen, oder
diskutieren wollte, konnte nach vorne kommen und sich mit der Runde
austauschen. Dabei wurden vielfältige Themenkomplexe angesprochen.
 |
|
Im Gespräch: Miriam Apffelstaedt und Dr. Siegfried Schiele Foto: Doerthe Winter
|
Einen weiteren Input für die Themen- und Interessensfindung,
auf einer ganz anderen Ebene, bot das Kaffeegespräch. Hier konnte die
Diskussion des Sofagesprächs aufgegriffen und im Dialog mit einem
anderen
Teilnehmer fortgeführt werden. In gegenseitigen Interviews, erzählten
die
Teilnehmer von ihrer individuellen Wahrnehmung von Herausforderungen für
die
politische Bildung. Das für den Partner interessanteste Zitat dieses
Gesprächs,
sollte auf eine Moderationskarte geschrieben werden.
 |
| Teilnehmer im Gespräch Foto: Doerthe Winter |
Nach diesen
Inspirationen wurden die Teilnehmer aufgefordert Themen für die erste Open-WriTable-Phase
einzureichen. Der Open
WriTable
adaptiert bewährtes der Open Space Methode und versucht diese an
einigen Stellen weiterzuentwickeln und zu verbessern. Hauptvorteil dieser
Herangehensweise im Vergleich zum Open Space, ist die fortlaufende und direkte Protokollierung der
Ergebnisse auf der Tischdecke. Der Open WriTable wurde im Rahmen des
Netzwerkforums, das erste Mal erprobt.
Diskutiert wurde über folgende Themen :
- Chancen und Grenzen des Web 2.0.
- Demokratie braucht PR!
- Demokratische Schule
- Unterschiedlichkeit politischer Bildung: Konkurrenz
- Synergie?
- Finanzierung
- Dialogformen zwischen Politikern und
Politischen Bildnern
- Im Web 2.0.: Brauchts uns überhaupt
- Entscheidungsprozesse im Web 2.0.
- Was muss man/ frau wissen?
 |
Foto: Doerthe Winter
|
Vor der
zweiten Phase des Open WriTable, wurde das Thema Web 2.0 als eine
Herausforderung für die politische Bildung herausgegriffen. Thomas Bernhardt,
wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der Professur Didaktische
Gestaltung multimedialer Lernumgebungen an der Universität Bremen, Blogger und
Web 2.0.-Experte, referierte zum Thema „Herausforderungen des Web 2.0 für die politische Bildung". Er bot den Gestaltern politischer Bildung interessante Einblicke und
Erkenntnisse im Bereich des Web 2.0., die sie sowohl in die zweite Open
WriTable-Phase einfließen lassen konnten, als auch Anregungen für die tägliche
Arbeit in der politischen Bildung gab.
Nachdem die Teilnehmer zum zweiten Mal die Gelegenheit hatten sich in
Form des Open WriTable auszutauschen wurden
die Ergebnisse-Tischdecken zusammengetragen und aufgehängt. Anschließend hatten
alle Teilnehmer die Möglichkeit die Notizen der Gruppen zu lesen und zu
kommentieren. Somit wurde der Diskussionsprozess zusätzlich zur Diskussion in
den Gruppen um die Kommentierungsphase erweitert.
 |
| Foto: Doerthe Winter |
Parallel zu
den Vorträgen und Diskussionen des Forums hatten die Teilnehmer die Möglichkeit
sich durch den Projektführer
und den Projektinfomarkt über aktuelle Projekte zu informieren und
auszutauschen.
Zum Abschluss des dritten Netzwerkforums betonten Miriam Apffelsteadt und
Christian Fey nicht nur die kreative Arbeitsatmosphäre und die produktiven Resultate,
sondern luden die TeilnehmerInnen zum nächstjährigen Forum, das am 9. Und 10.
Juni 2010 in der Evangelischen
Akademie in Tutzing stattfinden wird, ein.
|