Drittes Forum des Netzwerks
Politische Bildung Bayern am 22. Juni 2010 in Nürnberg
Hat politische
Bildung ihre Tiefen- und Breitenwirkung verfehlt, so wie es Dr. Siegfried
Schiele, ehemaliger Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg,
im Magazin kursiv, Ausgabe 1/2009, formuliert? Ist stärkere Elementarisierung
eine Alternative? Wie
können wir Emotionen und Einstellungen in der politischen Bildung fördern?
Wie steht
es um unser Wissen und unsere Konzepte für den zunehmend an Bedeutung
gewinnenden Bereich der internetbasierten Kommunikation rund um die Schlagworte
„Web 2.0, Social Networking, Social Media"? Prof. Dr. Beat Döbeli-Honegger
(Pädagogische Hochschule Zentralschwyz) sprach auf der Tagung „Web 2.0 und
politische Bildung" der Bundeszentrale für politische Bildung im Februar 2010 von
den Herausforderungen der Zwischenbeziehung von realer Welt und virtueller
Welt.
Verpassen
wir den Anschluss?
Die Einflüsse
die auf unsere Gesellschaft wirken sind zudem nicht von der Hand zu weisen.
Unter anderem bieten Projekte, die einer Bottom-Up-Logik folgen und somit nicht
mehr von Didaktikern und ihren Institutionen ausgehen, Innovationen an.
Häufig
wissen wir jedoch nichts von diesen Projekten. Kennen Sie beispielsweise das
Projekt 11tausend des Augsburger Stadtjugendrings im Jahr 2007?
Oder die Online-Wahlsoap „Zeit der Entscheidung"?
Auf diese
und andere Herausforderungen Bezug nehmend möchten das Netzwerk Politische
Bildung Bayern und seine Kooperationspartner unter dem Motto „prepared to
share? - Herausforderungen für die politische Bildung" auf dem dritten
Netzwerkforum Raum für Austausch
schaffen.
Sind wir
schon bereit zu teilen?
Wir
wünschen uns, dass Teilnehmende diese Möglichkeit für sich wahrnehmen und in
zweierlei Hinsicht „prepared to share" sind: Zum einen, indem sie die
Bereitschaft mitbringen, andere an ihrem Wissen, ihren Beobachtungen und
Erfahrungen teilhaben zu lassen. Zum anderen, indem sie im Anschluss an diese
Tagung neu gewonnene Erkenntnisse und Ideen innerhalb ihres Umfeldes mitteilen
und ihre Kompetenzen zur Verfügung stellen.
Als
Veranstaltungsform werden zentrale Elemente der Methoden „Open Space" und
Schreibgespräch miteinander zum „OpenWriTable"
verbunden, welcher den Austausch
und das Einbringen eigener Interessen und Ideen fördern und ermöglichen soll.
Dies
geschieht mit der Überzeugung, dass Netzwerke eine besondere Fähigkeit haben,
Kompetenzen zu bündeln und auf diesem Weg Kooperationen zu ermöglichen, von
denen Beteiligte auch individuell profitieren können. Netzwerke „eröffnen einen
Experimentierraum für Themen, deren sich einzelne Organisationen nicht annehmen
wollen oder können", wie es Prof. Dr. Egon Endres, Präsident der Katholischen
Stiftungsfachhochschule München, ausdrückt.
Termin und Anmeldung
Das
Netzwerkforum findet in diesem Jahr am 22. Juni 2010 im Dokumentationszentrum Reichparteitagsgelände in Nürnberg statt.
Studienforum auf dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg
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