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Im September 2009 startete die bayerische
Staatsregierung das Internetportal „Bayern gegen
Rechtsextremismus". Es richtet sich an alle, die sich pädagogisch,
politisch oder persönlich mit dem Rechtsextremismus auseinandersetzen. Die
Internetpräsenz verdankt ihre Existenz unter anderem dem Bayerischen
Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus, das im Januar 2009 auf
Regierungsebene vom Ministerrat beschlossen wurde.
Betreut wird sie Seite
von der Bayerischen Landeszentrale für
politische Bildungsarbeit und der Bayerischen Informationsstelle gegen
Extremismus (BIGE). Die Informationsstelle gegen Extremismus wurde ebenfalls
aufgrund besagten Handlungskonzepts ins Leben gerufen und fungiert laut eigenen
Angaben als Unterstützer aller Bekämpfungsansätze gegen Rechtsextremismus, als Ansprechpartner
für alle Bürger, betroffene Kommunen und Schulen, als Mittler zu Polizei und
Verfassungsschutz und als Vernetzungs- und Informationskanal für Institutionen,
Interessierte und Betroffene.
In dieser Stoßrichtung befindet sich auch das Angebot des Internetportals „Bayern
gegen Rechtsextremismus", das sich in die Rubriken „Erste Hilfe", „Wissen",
„Lernen" und „Links" aufgliedert.
Unter der Rubrik „Erste Hilfe" finden sich beispielsweise Beratungsangebote für
Eltern und Lehrer, Tipps für Kommunen für den Umgang mit rechtsextremistischen
Veranstaltungen wie Konzerten oder Aufmärschen und Informationen über das „Bayerische
Aussteigerprogramm", das bisher ca. 60 Personen beim Ausstieg aus der rechten
Szene helfen konnte. Auch die 2009 in jedem bayerischen Regierungsbezirk eingesetzten
Regionalbeauftragten für Demokratie und Toleranz sind hier verzeichnet - an sie
kann man sich bei Bedarf mit konkreten Fragen wenden.
Die Rubrik „Wissen" widmet sich der Informationsvermittlung über rechtsextreme
Aktivitäten in Bayern, ihre Organisationen und Protagonisten. Eine
Besonderheit: Die Informationen sind interaktiv mittels einer in
Regierungsbezirke aufgeteilten Landkarte standortbezogen abrufbar. Es ist hier
möglich, Übersichten und Hintergrundinformationen über rechtsextreme Parteien,
Musik, Treffpunkte, einschlägige Symbolik, Internetaktivitäten sowie neuere
ideologische und strategische Trends der Szene zu erhalten.
Wissen über Rechtsextremismus muss in unterschiedlichen situativen Kontexten
vermittelt werden, und daher integrieren die Macher des Portals auch
methodische und didaktische Umsetzungsbeispiele und Anregungen auf ihrer Seite
(Rubrik „Lernen"). Hier finden sich unter anderem Arbeitsblätter und
Unterrichtssequenzen für den schulischen Bereich, sowie Anregungen zu
demokratiepädagogischen Interventionen und zur sog. „Holocaust Education".
Die Webseite stellt ein breites Spektrum an Informationen zur Verfügung, in das
auch schon vorhandene Materialen wie Broschüren, Flyer und Unterrichtsentwürfe sinnvoll
eingebunden sind. Dies entspricht der Konzeption der Seite, die bereits
bestehende Angebote nicht ersetzen, sondern ergänzen und bündeln möchte.
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