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Wahl-o-Mat zur Bundestagswahl 2009 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Martina Mobley   
Mittwoch, den 16. September 2009 um 00:02 Uhr
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2009_banner_wahlomat_150.jpgAuch zur Bundestagswahl 2009 gibt es natürlich wieder den Wahl-O-Mat, ein Werkzeug der Bundeszentrale für politische Bildung, das nun bereits zum dritten Mal im Vorfeld einer Bundestagswahl zur Verfügung gestellt wird. Zusätzlich wurden bereits Versionen für 11 Landtags- und zwei Europawahlen entwickelt. Das Ziel des Wahl-O-Mat ist es, gerade jungen Menschen einen niedrigschwelligen Einstieg ins Thema zu ermöglichen. Die Eigenleistung, für sich eine Wahlentscheidung zu treffen kann und möchte der Wahl-O-Mat niemandem abnehmen, das Projekt sieht sich eher als "Appetitanreger", es möchte dazu motivieren, sich weitergehend zu informieren und sich mit den eigenen politischen Einstellungen auseinander zu setzen.

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Der Wahl-O-Mat richtet sich, wie gesagt vor allem an junge Menschen und die spielen schon bei der Entwicklung eine wichtige Rolle. Die Redaktion des Wahl-O-Mat für die Bundestagswahl 2009 bestand aus 21 jungen Menschen aus ganz Deutschland, die unterstützt von Wissenschaftlern, Experten und der Bundeszentrale in zwei Workshops die Thesen entwickelten. Die so entstandenen 87 Thesen wurden an alle 27 Parteien und Wählervereinigungen geschickt, die mindestens in einem Bundesland mit einer Landesliste zur Wahl zugelassen sind. 24 Parteien und Vereinigungen schickten ihre Antworten bis zum Redaktionsschluss zurück und sind somit in der Parteienauswahl enthalten. Von den ursprünglich 87 Thesen wurden letztendlich 38 von der Redaktion ausgewählt (Parteien und Wählervereinigungen haben hierbei keinen Einfluss), die nun vom User entsprechend seiner Meinung beantwortet werden können.
Vielleicht entsteht beim einen oder anderen das Gefühl, dass für ihn persönlich besonders wichtige Themengebiete unter den Tisch gefallen oder zumindest unterrepräsentiert sind, aber die Begründung hierfür ist äußerst nachvollziehbar: Die Auswahl der Thesen bezog sich vor allem auf solche, die von den Parteien unterschiedlich beantwortet wurden. Aus den ausgefüllten Listen wurden diejenigen Thesen rechnerisch ermittelt, die keine ausreichende Unterscheidung der Parteien und Wählervereinigungen möglich machten, und entfernt. Darüber hinaus gab es auch Thesen, die nicht von allen Parteien beantwortet oder zumindest nicht eindeutig beantwortet wurden und somit nicht mehr in die engere Auswahl genommen wurden. Auch orientiert sich die Thesenauswahl an Themen, die vor allem für junge Leute wichtig sind.
Abgesehen davon wäre ein als niedrigschwellig erdachtes Angebot vermutlich nicht mehr niedrigschwellig, wenn man sich gefühlt stundenlang durch bald 90 Fragen klicken müsste.

Interessante Reaktionen ruft der Wahl-O-Mat immer dann hervor, wenn das Ergebnis, mit welcher Partei man also die meisten Übereinstimmungen aufweist, sich so gar nicht mit dem Selbstbild vereinen lässt. Hierbei darf man nicht vergessen, dass sich die ermittelte Nähe zur einen oder anderen Partei nur auf die 38 Thesen bezieht, für eine Wahlentscheidung spielen aber vielleicht noch ganz andere Themen und ganz andere Faktoren eine Rolle. Und wieso man bei einer These "dafür" oder "dagegen" ist kann auch ganz unterschiedliche Begründungen haben. Wie die einzelnen Parteien und Wählervereinigungen ihre Thesen begründen lässt sich in der Ergebnisauswertung nachlesen, natürlich nur dann, wenn die Parteien ihren Antworten Begründungen beigefügt haben. NPD und DVU taten dies beispielsweise nicht.


Den Wahl-O-Mat mit sämtlichen  Hintergrundinformationen, Materialen für den Einsatz in der Schule und Informationen zu allen zur Wahl stehenden Gruppierungen finden Sie hier auf www.bpb.de.

Darüberhinaus finden Sie hier im Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung einen interessanten Aufsatz zum Thema NPD und Wahl-O-Mat.

Ein Interview mit der Pamela Brandt, Leiterin des Projekts Wahl-O-Mat bei der Bundeszentrale finden Sie hier auf unserer Website.
 
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